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Qualitätskontrolle

Wann hat ein Bild eine gute Qualität?

Bei der Arbeit mit einem Designer oder Webdesigner werden Sie vermutlich mindestens einmal hören: „Bitte lassen Sie uns Bilder in guter Qualität zukommen“. Bilder sind sehr wichtige Medien, für Web und für Print. Je schöner die Bilder, desto wertiger sieht ein Produkt aus. Aber wie definieren wir „schön“? Was ist gute Qualität?

Inhalt

Formale Aspekte für eine gute Bildqualität

Während man sicher über die Schönheit eines Bildmotivs streiten kann, gibt es einige formale Aspekte die gegeben die ein gutes Bild ausmachen.

Die Bildgröße und Auflösung stehen bei der Qualität eines Bildes ganz oben. Für Print ganz besonders, aber auch für das Internet werden große Bilder immer wichtiger. Seit Monitore mehr Auflösung haben, die Geschwindigkeiten und Ladezeiten von Webseiten immer besser, werden damit die Bilder für die Gestaltung auch größer.

Welche Größe Ihr Bild für Printerzeugnisse haben sollten, können Sie hier nachlesen. Welche Größe für Webseiten, finden sie hier. Wenn Sie also nur sehr kleine Bilder haben, dann kann es sein, dass diese einfach nicht groß genug sind, um sie zu nutzen.

Schärfe und Rauschen sind ein weiterer Faktor. Das Bildmotiv sollte scharf sein, damit der Betrachter gut sehen kann was vor sich geht. Dabei geht es um das Motiv, nicht zwangsläufig um das ganze Bild – denn ein sehr unscharfer Hintergrund kann genauso richtig sein. Die Art des Bildes ist hier ausschlaggebend: Soll das Bild einfach nur ein Produkt abbilden, oder Zimmer? Ein Haus? Dann wird es vermutlich komplett scharf sein. Ein Bild kann aber auch Stimmung ausdrücken, dann ist Unschärfe an den richtigen Stellen durchaus angebracht. Gemeint ist hier mit Schärfe, dass nicht etwas, das der Betrachter klar erkennen soll, unscharf abgebildet ist.

Gewollte Unschärfe in einem Bild, um den Fokus auf das Motiv zu lenken.

Falsch fotografiertes, unscharfes Bild.

Auch unterschieden werden müssen Unschärfe und Bildrauschen. Bildrauschen entsteht, wenn das Bild in einer schlecht beleuchteten Umgebung aufgenommen wurde. Je dunkler die Umgebung und je kürzer die Kamera Zeit hat, desto mehr Bildrauschen wird entstehen. Moderne, neuere Kameras haben oft ein gutes Rauschverhalten, das weniger auffällt. Alte Kameras und Mobiltelefone haben oft ein unschönes Rauschverhalten, das stark auffällt.

Ältere Kamera mit Bildrauschen

Neuere Kamera mit Bildrauschen

Rauschen kann auch als Unschärfe wahrgenommen werden – mit starkem Bildrauschen wird ein Bild „weich“ (was sowohl am Rauschen als auch der Blende liegt, die dann gewählt werden muss). Das bedeutet nicht, dass es unscharf ist.

Helligkeit und Kontrast sind ebenfalls Merkmale für Bildqualität. Natürlich kann ein Bild mit künstlerischem Anspruch oder für spezielle Zwecke von der Norm abweichen. Aber im Allgemeinen sollte das Motiv klar erkennbar sein, das Bild sollte nicht unter- oder überbelichtet sein, sodass der Betrachter keine Probleme hat zu erkennen was hier vor sich geht. Es gilt zu bedenken, dass Bilder im Web je nach Gerät unterschiedlich angezeigt werden können, und im Druck je nach Druckart oder Papier sehr dunkel ausfallen können. Im Zweifel werden wir Sie darauf aufmerksam machen.

Bildabsicht

Nun bleibt die Frage nach dem „schönen“ Bild. Hier muss zuerst überlegt werden, was die Absicht des Bildes ist und ob es diese vermittelt. Wenn zum Beispiel ein Hotelzimmer gezeigt wird, möchte der Gast sehen, wie es ausgestattet ist und wie groß es ist. Bei einer Hochzeitslocation möchte der Besucher sehen, dass sich dort romantische Hochzeitsfotos schießen lassen, aber auch wieviel Platz vorhanden ist, und ob der Veranstalter in der Lage ist die Location zu dekorieren. Bei einer Handwerkswebseite soll der Betrachter sehen das sich kompetent um ihn gekümmert wird. Die Bildabsicht ist wichtig für die Bildgestaltung: Ein Hotelzimmer von dem ich lediglich einen, wenn auch schön fotografierten, Schreibblock sehe, sagt nichts über das Zimmer aus und ist somit kein gutes Bild, wenn es für sich alleinstehen soll.

Bildabsicht Hotelzimmer: Wieviel Platz hat das Zimmer? Wie ist es eingerichtet?

Bildabsicht Liebe zum Detail: Der Betrachter soll sehen, dass seine Hochzeitslocation hübsch hergerichtet wird.

Bildwelt

Die Bildwelt ist eine Weiterführung der Bildabsicht. Eine Bildwelt beschreibt Bilder, die im Stil zusammenpassen. Das heißt: sie haben ähnliche formale Aspekte, zum Beispiel viele kleine Details, die fotografiert werden, oder die Bilder haben im Allgemeinen einen sehr unscharfen Hintergrund, oder sie sind alle vom Vorder- bis zum Hintergrund scharf. Die Bilder innerhalb einer Bildwelt sind ähnlich, aber nicht komplett gleich.

Bilder innerhalb einer Bildwelt

Ein Medium sollte immer Bilder innerhalb einer Bildwelt nutzen, egal ob es sich um eine Webseite oder ein Printprodukt handelt. Befindet sich der Betrachter innerhalb einer Bildwelt, dann fühlt sich das Medium für ihn durchgängig, konsistent und immersiv an.

Wenn Formale Aspekte, Bildabsicht und Bildwelt zusammenpassen, dann haben Sie ein rundum gelungenes Bild. Im Zweifel können wir Sie gern beraten und eine Bildwelt mit Ihnen entwickeln – und wenn gewünscht oder notwendig auch fotografieren.